Einladung digitale Veranstaltung am 14. Juni 2022, 15 Uhr "Polnisch-Ukrainische Beziehungen, Krieg und Migration"

Wir freue uns sehr, Sie zu einer digitalen Fortbildung zusammen mit dem Bündnismitglied „Polnischer Sozialrat“ einzuladen. Als älteste polnische Migrationsorganisation in Deutschland können sie uns sowohl einen aktuellen Einblick in eine polnische Perspektive auf den Ukraine-Krieg und Umgang mit Geflüchteten geben, als auch eine vergleichende Betrachtung des deutschen Umgang mit Migration heute und in der Vergangenheit geben.

Inhalt: Als Pol:innen in der Bundesrepublik wissen wir das schon längst aus Erfahrung: Ereignisse im Osten sind für die Menschen in Deutschland oft ganz unverständlich. Und dabei sind Ostkompetenzen heute wichtiger als je. Der Polnische Sozialrat zusammen mit unseren Freunden aus der Allianz der Ukrainischen Organisationen möchten zu dieser Veranstaltung all diejenigen einladen, die über die Länder östlich der Oder nicht so viel wissen – und gerne, aus erster Hand, mehr erfahren würden. Wir werden etwas zu den historischen Hintergrund des jetzigen Krieges, der Polnisch-Ukrainischen Beziehungen als auch zu Flucht und Migration erzählen.

Referent:innen: Masha Borysenko aus Allianz der Ukrainischen Organisationen zusammen mit Franek Machowski aus dem Polnischen Sozialrat e.V. geben einen Überblick der Polnisch-Ukrainischen Geschichte // Bastian Sendhardt aus dem Deutschen Polen-Institut - Vortrag zu „Polen als Migrationsland – (Nicht)Wilkommenskultur im Jahren 2014/15 und 2022.“ // Dr Kamila Schöll-Mazurek aus dem Polnischen Sozialrat e.V. – ein Einblick in die jetzigen Aktivitäten der polnischen Migrantinnenorganisationen in Deutschland. Im Anschluss: nochmal Masha Borysenko, über die Aktivitäten der Ukrainischen Organisationen // Angefragt: Prof. Stanisław Stępień aus dem Südostlichen Wissenschaftlichen Institut in Przemyśl, mit einem kurzen Beitrag über die Polnisch-Ukrainischen Beziehungen damals und heute. Auf polnisch, mit Übersetzung.

Wie kann es sein, dass diese zwei Länder, die vor nicht so langer Zeit noch Erzfeinde waren, jetzt plötzlich zu nächsten Verbündeten geworden sind? Welche Rolle spielen die Trauma der Sowjetunion und kommt unsere kompromisslose Stellung gegen Russland aus einer Paranoia, oder vielmehr – aus Erfahrung? Wir möchten auch über Migration sprechen – aus der Ukraine nach Polen, und aus den beiden Ländern nach Deutschland – und wie sie sich über die Jahre entwickelt hat. Zu Abschluss möchten wir Ihnen auch einige Einblicke in die jetzige Arbeit der Polnischen und Ukrainischen Organisationen in Deutschland präsentieren. Nach jedem der Themenblocke werden wir auch den Raum für Ihre Fragen öffnen.

Anmeldung als Mail an info@berlin-weltoffen.de


Film Zivilgesellschaftliche Proteste in Berlin (c) Berlin gegen Nazis 2020

Berlin gegen Nazis hat in der Vergangenheit umfangreich zivilgesellschaftlichen Protest gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus begleitet - und diesen unter anderem auch filmisch dokumentiert. Aus diesem Filmmaterial ist nun ein Kinotrailer entstanden.


Film über unser Bündnis und der Kundgebung am 3. März 2018 (c) JFDA e.V. 2018

In Berlin sind am 03.03.2018 etwa 500 Rechtsextreme unter dem Motto “Nein zur Groko” auf die Straße gegangen. Aufgerufen hatte das Netzwerk “Wir für Deutschland”, das seit 2016 regelmäßig rassistische Aufmärsche organisiert.
Mehrere hundert Menschen protestierten gegen die rechte Demonstration. Das “Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin” hielt eine Kundgebung in unmittelbarer Nähe zum Auftaktort des “Wir-für-Deutschland”-Aufmarsches ab; “Berlin gegen Nazis” ließ als Zeichen gegen Rechtsextremismus hunderte Luftballons in den Himmel steigen.